Nach Tod des Schuldners richtet sich Anspruch des Neugläubigers auf Ausgleich von Nachlassverbindlichkeit gegen Erben

Durch den Tod des Schuldners nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird eine Überleitung des bisherigen Insolvenzverfahrens in das Nachlassinsolvenzverfahren bewirkt. Dies gilt sowohl für ein Regel- als auch für ein Verbraucherinsolvenzverfahren. Das bisherige Insolvenzverfahren nimmt daher ohne Unterbrechung seinen Fortgang mit dem Erben als neuem Schuldner. Nur das zwischen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens und dem Erbfall erworbene pfändbare Vermögen des Erblassers gehört zur Masse. Daher müssen sich die Neugläubiger des Erblassers an das bisher nicht pfändbare Restvermögen des Schuldners halten.
Urteil des BGH vom 26.09.2013, Az.: IX ZR 3/13