Schadenersatz im Wertpapierhandel

Der Handel mit Finanzinstrumenten soll nach fairen Bedingungen für jedermann stattfinden. Darum sind Emittenten von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten dazu verpflichtet, kursrelevante Informationen unverzüglich öffentlich bekannt zu geben. Unterbleiben solche Ad-hoc-Mitteilungen, erfolgen sie zu spät oder fälschlich, macht sich der Emittent gegenüber dem einzelnen Anleger schadenersatzpflichtig (§§ 97, 98 WpHG).

Ersetzt wird regelmäßig der sogenannte „Kursdifferenzschaden“. Das ist der Schaden, der dem Anleger daraus entsteht, dass er das Finanzinstrument „zu teuer gekauft“ oder zu günstig verkauft“ hat.

Ein Berechnungsbeispiel:

Anleger A erwirbt zunächst insgesamt 100 Aktien der XY-AG zu je 50,00 €. Ab dem Tage der (jedoch verspäteten) Veröffentlichung der kursrelevanten Tatsache bis zur erstmaligen Erholung des Kurses sank der Kurswert auf 30,00 € je Aktie ab. Der Schaden beträgt dann 2.000,00 € (20 € x 100 Stück).

Fragen Sie sich, ob Ihnen in diesem oder einem anderen anlagebezogenen Kontext ein Schaden entstanden sein könnte? Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir beraten Sie gerne.