Clever widersprechen statt Lebensversicherung kündigen

Lebensversicherung kündigen

„Lebensversicherungen sollten nicht grundsätzlich gekündigt werden, nur weil es praktisch möglich ist “, warnt Rechtsanwalt Dr. Dettke aus Dortmund vor einer überzogenen Kündigungs-Euphorie, für die noch immer der „Widerrufsjoker“ steht. Denn: „Vielfach ist eine Lebensversicherung heute noch die beste Möglichkeit, überhaupt noch etwas Gewinn mit dem eigenen Geld zu erzielen!“ Aber: Es gibt durch aus plausible Gründe, eine Lebensversicherung zu kündigen und einer der wichtigsten ist wohl ein plötzlicher Geldbedarf oder die Notwendigkeit, persönliche Dinge neu zu regeln. In solchen Fällen ist Geld, das in einer Lebens- oder Rentenversicherung steckt, grundsätzlich nicht schnell liquide zu machen und ein Ausstieg macht Sinn.

Die Kündigung einer Lebens- oder Rentenversicherung ist – aus welchen Gründen auch immer – zu jeder Zeit möglich. Allerdings lassen sich Versicherungen – ähnlich wie Kreditgeber - für den Verzicht auf das Zukunftsgeschäft reich belohnen und berechnen einen oft unerwartet niedrigen Rückkaufswert. „Viele unserer Mandanten hätten trotz jahrelangem Ansparen nicht mal die Summe der eingezahlten Prämie herausbekommen!“ Sie ließen sich von Dr. Dettke Rechtsanwälte beraten und nutzten den Widerrufsjoker, um ohne finanzielle Schäden aus der Versicherung aussteigen zu können. Grundsätzlich bietet sich dieser juristische Ausweg dann, wenn Lebens- und Rentenversicherungen, die ab dem 01.01.1991 abgeschlossen wurden beim Vertragsschluss falsche Widerrufsbelehrungen verwendet wurden. Dadurch ergibt sich je nach Zeitpunkt und Rahmen des Vertragsschlusses ein Rücktritts-, Widerspruchs- oder Widerrufsrecht – auch bei fondsgebundenen Verträgen.

 

Fehler in Widerrufsbelehrungen
Dr. Dettke: „Versicherungsnehmer können ihre Lebens- oder Rentenversicherungen häufig noch nach Jahren oder Jahrzehnten widerrufen oder widersprechen, denn die Belehrungen zum Rücktritt entsprechen in einer Vielzahl der von uns geprüften Fälle nicht den gesetzlichen Erfordernissen. Die Versicherungen haben Mustertexte angepasst, um für sich kleine Vorteile zu ergattern. Teilweise wurde Informationen zum Widerrufsrecht auch zurückgehalten. Der Schuss ging nach hinten los. Dabei ist die Sache klar: Eine Widerspruchsfrist nach § 5 a VVG a.F. beginnt erst dann, wenn der zu Versichernde über alle Informationen verfügt, die der Gesetzgeber § 10 a VAG) ihm zugesteht und entsprechende Unterlagen auch übergeben wurden. Dr. Dettke: „Der Wortlaute der Belehrungen ist vielfach in sich unverständlich, weil es widersprüchliche Aussagen zum Fristanlauf gibt! Auch die geforderte drucktechnische Hervorhebung wichtiger Passagen haben sich die Versicherer nicht gehalten.
Dr. Dettke ist spezialisiert auf Bank- und Kapitalmarktrecht, sowie Gründer und Geschäftsführer der auf Wirtschaftsrecht fokussierten Rechtsanwaltsgesellschaft "Dr. Dettke" in Dortmund. Er steht Ihnen gern als Ansprechpartner für weitere Informationen rund um den „Widerrufsjoker“ zur Verfügung.

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