VW Abgasaffäre: Musterverfahren der Aktionäre wegen Kursschäden

VW Abgasaffäre: Musterverfahren der Aktionäre wegen Kursschäden

Der VW Abgasskandal ist auch eineinhalb Jahre nach dessen Bekanntwerden ein großes Thema in den Medien. Vielfach vergessen wird, dass neben Autokäufern ebenso die Aktionäre der Volkswagen AG betroffen sind. Von dem freien Fall des Aktienkurses im September 2015 hat sich das Wertpapier bis heute nicht erholt.

Derzeit sind beim Landgericht Braunschweig zahlreiche Schadensersatzklagen wegen ad-hoc-Publizitätspflichtverletzungen der VW AG anhängig, mit denen die Aktionäre ihren Kursdifferenzschaden gerichtlich geltend machen. Unter den Klägern wurde nun ein Musterkläger ausgewählt, um den Sachverhalt der Abgasmanipulation sowie die Verletzung der Publizitätsverpflichtung in einem einzigen Musterverfahren stellvertretend aufzuklären. Bis zur Entscheidung im Musterverfahren sind die restlichen laufenden Prozesse ausgesetzt.

Aktionäre, die noch keine Klage auf Schadensersatz gegen die VW AG erhoben haben, sollten zur Sicherung ihrer Ansprüche, ihre Forderungen im Rahmen des Musterverfahrens zur Anmeldung bringen. Die Anmeldung hemmt in diesem Zusammenhang die Verjährung der Schadensersatzansprüche, um nach einem gegebenenfalls positiven Ausgang des Musterverfahrens selbst Klage erheben zu können. Dies vor dem Hintergrund, dass sich eine Entscheidung im Musterverfahren noch sehr lange hinziehen kann.

Aktionäre sollten jedoch beachten: Am 08.03.2017 wurde das Musterverfahren eröffnet. Die Anmeldefrist endet sechs Monate nach diesem Termin. Die Dr. Dettke Rechtsanwaltsgesellschaft empfiehlt daher, zeitnah zu handeln. Für die zielgerichtete Geltendmachung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.