Nach VW auch ein weiterer Autokonzern in Bedrängnis; der Dieselskandal zieht weite Kreise

VW Abgasaffäre: Musterverfahren der Aktionäre wegen Kursschäden

Bislang sorgte der Abgasskandal rund um den VW-Konzern für Furore.

Auf Weisung des Bundesverkehrsministeriums müssen aktuell auch über 200.000 Fahrzeuge eines weiteren namenhaften Autobauers wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung zurückgerufen werden. Betroffen seien Motoren des Typs MB OM 642, OM 651, OM 622 (Vito bzw. Viano) sowie mutmaßlich auch des Typs OM 626 (C-Klasse). Weitere Motorenreihen des Stuttgarter Auto-Konzerns könnten hinzukommen.

Von zentraler Bedeutung ist nun, welche Rechte betroffene Autobesitzer aufgrund der amtlichen Rückrufaktion geltend machen können.

Gegenüber dem Verkäufer eines betroffenen Kraftfahrzeuges kommen grundsätzlich Ansprüche auf Rückabwicklung des Kaufvertrages wegen Mangelhaftigkeit der Kaufsache in Betracht.

Da vorschriftswidrige Abschalteinrichtungen bei Abgasmessungen auf dem Prüfstand bessere Werte liefern als im tatsächlichen Gebrauch des Fahrzeugs, kommen daneben auch gegen den Autohersteller Ansprüche auf Schadenersatz in Frage.

Aus Kapitalanlager-Sicht ist weiterhin interessant, ob die Autokonzerne ihre Pflicht zur sofortigenVeröffentlichung wichtiger Nachrichten im Rahmen einer sog. „ad hoc-Mitteilung“ versäumt haben.Demnach sind Wertpapieremittenten verpflichtet, wichtige Nachrichten, die nicht öffentlich bekannt sind und die wegen ihrer Auswirkungen geeignet sind, den Aktienkurs erheblich zu beeinflussen, sofort zu veröffentlichen.

Sollte sich im Zuge der bislang laufenden Ermittlungen ergeben, dass ein Verstoß gegen die sofortige Veröffentlichungspflicht vorliegt, sind auch hier Schadenersatzansprüche hinsichtlich des Kursdifferenzschadens ins Auge zu fassen.

Autokäufer, aber auch Leasingnehmer sollten in einem ersten Schritt prüfen, ob ihr Dieselfahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist. Dies finden Sie über das Fahrzeugmodell und seine zugehörige FIN heraus. Wir unterstützen Sie gerne dabei. Ebenso beantworten wir Ihnen gerne sämtliche Fragen zum Thema Abgasskandal. Nutzen Sie dafür ganz einfach unser Kontaktformular oder kontaktieren Sie uns direkt telefonisch. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.